Saturday, 19 May 2012

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Bei größerem Brand wird das Löschwasser knapp

Bei größerem Brand wird das Löschwasser knapp
Artikel vom:
30.12.2011
Quelle:
DEWEZET
Autor:
tis
Kategorie:
Ort

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Brünnighausen (tis). Probleme mit der Löschwasserversorgung in Brünnighausen, insbesondere für die Feuerwehr bei größeren Bränden, sind seit Längerem bekannt, lassen sich aber laut Gemeindebrandmeister Walter Schnüll so einfach nicht beheben.
Brünnighausens Ortsbrandmeister Martin Schütte hatte am Rande der jüngsten Ratssitzung nochmals darauf hingewiesen. Schnüll betont aber, dass der Brandschutz in dem Ort am Nesselberg trotzdem gesichert sei.

Schütte hatte den Wohnhausbrand im Oktober zum Anlass genommen, um nochmals auf die Problematik mit der eingeschränkten Löschwasserversorgung aus dem Leitungsnetz hinzuweisen. Damals mussten über Hunderte von Metern Schläuche verlegt werden, um letztendlich genügend Löschwasser in die Straße „Obere Wieme“ zu bekommen. Was aber laut Schnüll keinen Einfluss auf den Brandverlauf bei dem Holzhaus genommen hat. „Dass das Wohnhaus bei dem Großbrand größtenteils vernichtet wurde, lag nicht zuletzt an der Holzbauweise des Hauses und daran, dass sich das Feuer im Dachstuhl schnell ausgebreitet hat“, sagt der Gemeindebrandmeister.

Die Probleme mit der Löschwasserversorgung aus dem Hydrantennetz liegen laut dem Gemeindebrandmeister mit daran, dass das Leitungsnetz sehr alt ist und sich Brünnighausen vor über 20 Jahren dagegen ausgesprochen habe, mit an das Versorgungsnetz der Gemeinde Coppenbrügge angeschlossen zu werden. „Der Ort bezieht sein Wasser noch immer aus einer eigenen Quelle im Nesselberg“, erklärt Walter Schnüll. Selbst wenn Brünnighausen jetzt an die Wasserversorgung aus Coppenbrügge, die bis zum Ruhbrink reicht, angeschlossen würde, entstünden laut Schnüll erhebliche Probleme an den alten Leitungen bei dem dann erhöhten Druck. Und eine Erneuerung des gesamten Leitungsnetzes wäre sehr teuer. Der Gemeindebrandmeister weiß auch, dass es in einer Senke im Bereich der „Wieme“ Probleme mit einer Wasserleitung gibt. Dort habe sich die Leitung zwischen zwei Hydranten offensichtlich zugesetzt. So war bei dem Wohnhausbrand in diesem Bereich aus Versehen zunächst ein Hydrant angeschlossen worden, der durch den Schaden kaum Wasser liefert. „Diese Stelle soll von der Gemeinde in nächster Zeit überprüft und eventuell repariert werden“, sagt Schnüll.

„Die Löschwasserversorgung für Brünnighausen ist trotz dieser bekannten Probleme in der Regel aber sichergestellt. Es müssen bei einem größeren Feuer allerdings Schlauchleitungen über eine längere Strecke verlegt werden. Das wird bei den Alarmierungen hinsichtlich Personal und Material berücksichtigt“, erklärt der Gemeindebrandmeister. So diene wie beim Großbrand im Oktober das Freibad als Löschwasserreserve. Schnüll: „Das Wasser im Schwimmbecken bleibt deshalb auch das ganze Jahr über dort verfügbar.“ Und zur Not, so der Gemeindebrandmeister, greifen die Feuerwehren auf private Swimmingpools oder Teiche zurück, von denen in Brünnighausen auch einige vorhanden sind. Es gebe aber auch Überlegungen, in Brünnighausen zusätzlich eine Löschwasserzisterne zu errichten.

Bei dem Feuer in Brünnighausen wurden große Mengen an Löschwasser benötigt. Foto:tis

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